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Whity präsentiert: Mad Massafackas of History

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Teil 6

Gestapo, Gefangen, Geflohen

Als Mad Jack zu sich kommt, haben die Deutschen Hügel 622 zurückerobert. Er und ein halbes Dutzend  Verwundete sind die einzigen Überlebende des Angriffs. Außer Gefahr war er damit jedoch nicht. Hitlers „Commando-Befehl“ besagte, dass gefangene Commandos an die Gestapo zu übergeben waren. Die machte meistens kurzen Prozess mit solchen Gefangenen. Mad Jack hatte jedoch Glück im Unglück. Oberst Thüne, der den Angriff auf Hügel 622 geleitet hatte sagte ihm:
„Sie sind Soldat wie ich. Ich habe diese Befehle nie erhalten.“ Damit waren die Commandos offiziell Kriegsgefangene der Wehrmacht. Thüne, war ein Offizier der alten Schule. Er erlaubte Mad Jack sogar, zur Beerdigung seiner Gefallenen noch ein letztes Mal den Dudelsack zu spielen. Nach dem Krieg verband die beiden später eine gewisse Freundschaft, denn Mad Jack rettete Thüne davor, nach dem Krieg an die Russen ausgeliefert zu werden. Dank seinem Nachnamen wurde er für einen Verwandten des Premierministers Winston Churchill gehalten und nach Berlin gebracht. Nachdem eine Befragung jedoch nichts brachte kam Mad Jack erst in Einzelhaft und schließlich ins KZ Sachsenhausen. Natürlich gab es keinen Ort der Welt, der Mad Jack gefangen halten konnte. Zusammen mit einem RAF-Piloten gelang ihm eines nachts die Flucht, indem er unter den Zäunen hindurch kroch und durch einen Abwasserkanal floh. Der Plan lautete nun, bis zur Ostsee zu marschieren, in der Hoffnung irgendwo auf die ersten russischen Truppen zu treffen. Das Glück war ihnen nicht hold. In der Nähe von Rostock nahm man die Flüchtigen fest. Dieses Mal landete Mad Jack in einem Lager für VIP-Kriegsgefangene in Niederdorf in Österreich. Es war inzwischen April 1945 und vor allem die SS-Wachen wurden langsam schießwütig. Angespornt davon marschierte eine Delegation hochrangiger Offiziere zu Hauptmann Wichard von Alvensleben und erklärte, dass sie befürchteten von der SS erschossen zu werden falls der Krieg bald enden sollte. Von Alvensleben übernahm daraufhin (semi-gewaltsam) das Kommando über das Gefangenenlager und garantierte für die Sicherheit der Gefangenen. Mad Jack war zu diesem Zeitpunkt schon verschwunden. Als eines nachts die Beleuchtung im Lager ausfiel, machte er sich davon. Er schlug sich durch Österreich bis Italien durch (wobei er zu Fuß den Brenner überquerte) und erreichte schließlich Ravenna (150 km zu Fuß). Hier traf er auf eine amerikanische Panzerkolonne. Er war wild darauf wieder in den Kampf zu kommen aber es gab ein winziges Problem...der Krieg in Europa war zuende.              
Das kotzte Mad Jack natürlich gewaltig an...aber halt...es gab doch noch Japan...          
Churchill kam also mit seinem neu aufgestellten Commando-Trupp nach Burma, in der Hoffnung hier noch mal jemandem aufs Maul hauen zu können. Kaum angekommen warfen die Amerikaner Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab und der zweite Weltkrieg war vorbei. MAD.JACK.WAR.SAUER.
Später schrieb er:

„Wären die verdammten Yanks nicht gewesen, hätten wir den Krieg noch zehn Jahre länger führen können!“

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Horst

Teil 7

Nach dem Krieg ist vor dem Krieg

Mad Jack wäre nicht Mad Jack, wenn er sich direkt nach dem Krieg zur Ruhe setzen würde. Nun ist er allerdings schon ein Commando und hat somit die härteste Ausbildung genossen, die er zu dieser Zeit bekommen konnte. Was wäre dann der nächste Schritt? Wie könnte man sich jetzt noch steigern? Das ist doch ganz logisch: Man lässt sich zum Fallschirmspringer ausbilden! Mit 40! So gelangte unser Held zu den Seaforth Highlanders und konnte nun endlich passend zum Dudelsack mit Kilt in den Kampf ziehen! Bald schon hatte Mad Jack auch alle Hände voll zu tun. Die Highland Light Infantry, zu welcher die Highlanders gehörten fand sich bald schon in Palästina wieder. Dort waren im Jahre 1948 die Fäkalien am Glühen. Die Arabische Liga hatte dem blutjungen Israel nämlich mehr oder weniger ab Tag 1 seiner Existenz den Krieg erklärt. (Fun Fact: die Israelis flogen Avia S.99, ME 109s mit anderem Motor, während die Araber britische Spitfires flogen). Zu diesem Zeitpunkt war in Jerusalem nur noch eine kleine britische Peacekeeping-Truppe stationiert. Die Stadt selbst war ein Kriegsgebiet. Mad Jack war zu diesem Zeitpunkt der stellvertretende Kommandeur des ersten Bataillons der Highland Infantry und bald schon war er wieder mitten im Getümmel. Eines Morgens im Mai wurde der Exerzier-Drill des 1. Bataillons sehr rüde unterbrochen. Mehr oder weniger direkt vor ihrem Komplex war ein israelischer Sanitätskonvoi von arabischen Milizen in den engen Straßen von Jerusalem in einen Hinterhalt gelockt worden. Bald schon ging den wenigen Verteidigern die Munition aus. Hilferufe an die britischen Sicherheitstruppen blieben stundenlang unbeantwortet. Vom Lärm der Waffen magisch angezogen, schnappte sich Mad Jack ein Dutzend seiner Männer, einen Bren-Gun-Carrier und einen alten Rolls-Royce Panzer-Wagen aus dem ersten Weltkrieg, sprang in einen Dingo (Panzer-Wagen), dessen Turm grade für Reparaturen entfernt worden war, und fuhr los (ein direkter Verstoß gegen stehende Befehle). Weit musste er nicht fahren. Kaum einen Kilometer entfernt war der Konvoi unter schwerem Beschuss von allen Seiten. Einige Trucks brannten schon und die Straße war bereits voller Leichen. Mad Jack erkannte die Situation als das was sie war, ein Massaker und schritt zur Tat. Mit den wenigen Waffen, die ihm zur Verfügung standen deckten Mad Jack und seine Highlanders die arabischen Stellungen mit Feuer ein. Mad Jack selbst sprang aus seinem Dingo, schnappte sich seinen Spazierstock und marschierte den Konvoi auf und ab...unter Feindfeuer und sprach mit den Insassen jedes Fahrzeugs. Man kann sich kaum vorstellen, was für einen Eindruck Mad Jack machte. Immerhin war er noch in voller Parade-Uniform und dachte gar nicht daran, in Deckung zu gehen. Er bot den Insassen eines Busses an ihnen Deckung zu geben oder sie mit seinen gepanzerten Fahrzeugen zu evakuieren. Auf die Frage, ob er nicht erst mal die Araber vertreiben konnte antwortete er nur trocken:       
„Das könnte schwierig werden. Ich habe nur 12 Mann und die Araber haben Hunderte“   

Nachdem einer seiner Männer tödlich verwundet wurde, ging das ganze Mad Jack dann doch etwas zu weit. Ein letztes Mal ging er zu jedem Fahrzeug und bot an, die Insassen zu evakuieren. Jedes Mal erhielt er dieselbe Antwort: „Nein Danke, wir brauchen ihre Hilfe nicht. Die Haganah  (der Vorläufer der modernen IDF) wird uns retten.“ Wütend über die Sturheit der Israelis ließ Mad Jack zwei Stag-Hounds, Panzerwagen mit Kanonen, kommen und gab den restlichen Highlanders den Befehl, von ihrem Stützpunkt aus Deckungsfeuer zu geben...doch selbst diese Feuerkraft sollte nichts bringen. Die Araber waren inzwischen am Konvoi und warfen mit Brandflaschen. Am Ende des Tages waren 77 Juden tot. Die Haganah war nicht aufgetaucht...Der Angriff auf den Konvoi ging als „Massaker am Skopus Berg“ in die Israelische Geschichte ein. Noch heute steht ein Gedenkstein auf dem Berg.     
Dieses Schauspiel machte Mad Jack wütend...sehr fucking wütend. Immerhin war es mehr oder Weniger direkt vor seinem Fenster passiert. Als Peacekeeper hatte er jedoch den expliziten Befehl sich nicht einzumischen, es sei denn die Briten selbst würden angegriffen werden (UN lässt grüßen). Er schwor sich, dass ihm sowas nicht noch mal passieren würde und ging eigenhändig dagegen vor. Auf dem Skopus-Berg war schon damals Israels größtes Krankenhaus und eine Hebräische Universität untergebracht. Der Berg selbst war strategisch wertvoll, immerhin überblickte man von da die gesamte Stadt Jerusalem. Daher ist es kaum verwunderlich, dass beide Seiten ihn gern unter Kontrolle haben wollten. Zu diesem Zeitpunkt waren aber noch über 700 Ärzte, Schwestern und Patienten im Krankenhaus untergebracht. Die Arabische Liga hatte den Berg jedoch schon umstellt. Alle Versuche der Haganah, die Verbindung zum Berg wieder herzustellen scheiterten am verbissenen Widerstand der Araber. Daraufhin wandte sich Der Chefarzt Eli Davis direkt an Churchill. Mad Jack fackelte gar nicht lange, schnappte sich seinen Fahrer, den Doktor und einen Jeep und fuhr los. Mad Jack selbst stand mit Exerzierstab auf dem Heck des Jeeps und fuhr direkt bis an die Stellungen der Arabischen Liga . Dort machte er dem arabischen Kommandeur sehr direkt und unmissverständlich klar, was er und seine Highlander mit den arabischen Soldaten veranstalten würden, falls noch ein einziger Sanitätskonvoi angegriffen werden sollte. Was genau gesagt wurde, ist nicht überliefert, vermutlich wurde aber präzise definiert welche Köpfe in welche Körperöffnungen gerammt werden würden.             
Die Evakuierung verlief ohne Zwischenfall. Noch heute trägt die Straße über welche die Evakuierung lief den Namen Churchill-Boulevard.

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Horst

Teil 8

Segeln, Surfen, Schabernack

Nach seinem zweiten Austritt aus der Armee fand Mad Jack sich auch im zivilen Leben ganz gut zurecht. Lange Zeit war er Ausbilder an der „Land-air warfare School“ in Australien, wo er seine Liebe fürs surfen (und das ärgern von Rekruten) wieder entdeckte. Nach einer Weile zog es ihn zurück nach England. Dort fand er eine Anstellung im Verteidigungsministerium. Ein wenig Verrücktheit war jedoch geblieben. So warf er jeden Abend seinen Arbeitskoffer aus dem Fenster des Zuges bevor dieser wenig später im Bahnhof hielt. Mitfahrende schauten natürlich immer recht verblüfft wenn der gut gekleidete Gentleman plötzlich aufstand und seinen teuren Koffer mit aller Gewalt aus dem Fenster warf. Sie wussten nicht, dass der Zug direkt an seinem Haus vorbei kam. Mad Jack warf also jeden Abend seinen Aktenkoffer in den eigenen Garten, damit er ihn nicht nach Hause tragen musste. In seiner Freizeit mischte er mit einer kleinen Dampfjolle den Verkehr auf der Themse auf, wenn er, mit seiner Frau zusammen zwischen größeren Schiffen hin und her fuhr, scheinbar nur um Leute zu ärgern. Außerdem war er bald schon für seine äußerst detaillierten, ferngesteuerten, Schiffsmodelle bekannt, welche er in mühevoller Handarbeit baute. So begehrt waren diese Modelle, dass sie regelmäßig in den großen Auktionshäusern Londons angeboten wurden.                
Mad Jack Churchill verstarb am 8. März 1996 friedlich im Schlaf.

Fun Facts: 
         
Wie viele Liegestütze schafft Mad Jack?             
Alle!

Mad Jack wurde mal von einer Kobra gebissen. Nach tagelangem Kampf und unmenschlichen Schmerzen verstarb die Kobra.

Chuck Norris hat nachts feuchte Träume von Mad Jack.

Mad Jack war der erste Mensch auf dem Mars...deshalb gibt es da auch kein Leben mehr.

Mad Jack kann schneller stehen als du rennen kannst!

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Horst
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