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Whity präsentiert: Mad Massafackas of History

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Ein feuchtfröhliches Tach an alle Durchgeknallten!

Hier werde ich euch demnächst nach dem Motto "Menschen gibts, die gibts ja gar nicht." Persönlichkeiten präsentieren, welche sich durch Mut, Wahnsinn oder eine Kombination der beiden Faktoren als Mad Massafackas herausgestellt haben!

Mit freundlichen Grüßen

Der Schreib-dings-bumms.

roldiii, necdoc und Horst haben auf diesen Beitrag reagiert.
roldiiinecdocHorst

Ach, jetzt gehts endlich um Whity, oder hab ich was falsch verstanden?

whity hat auf diesen Beitrag reagiert.
whity

Also nein aber ja aber nein 😉 

 

die erste Story ist in Arbeit und kommt *bald*

necdoc hat auf diesen Beitrag reagiert.
necdoc

Mad Massafackas of History

Jack „Mad Jack“ Churchill

Einleitung:

FUCKING ENDLICH!       
Gott wie lange will ich schon die Story dieses Dudes erzählen.

Dieser Kerl verfolgt Chuck Norris in seinen Albträumen! Wenn Mad Jack in den Himmel schaut, geht die Sonne unter. Wenn Mad Jack langweilig ist, spaltet er Atome mit der Hand! Mad Jack hat mal eine Handgranate geworfen und 10 Mann getötet...dann explodierte die Handgranate.   
Spaß bei Seite...dieser vollkommen durchgedrehte Dude ist der Prototyp für jeden 80er Jahre Action-Held. Stellt euch die Expendables vor...und dann stellt euch vor die wären alle ein einziger Typ...das ist Mad Jack Churchill.

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Horst

Teil 1

Am Anfang wurde das Universum geschaffen...

...das machte Mad Jack sehr wütend und wurde von ihm im allgemeinen als Schritt in die falsche Richtung angesehen.

...ok ja den einen Witz musste ich jetzt noch bringen.

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Horst

Teil 1 (for real now)

John Malcom Thorpe Fleming Churchill – Alleskönner

Am 16. September 1906 kommt im heutigen Sri Lanka ein Kind zur Welt. An sich ist das ja jetzt nix besonderes. Das kommt tatsächlich immer mal wieder vor. Doch dieses Kind ist...anders. Der Sohn des Kolonial-Beamten Alec Churchill und Elinor Elisabeth Churchill wiegt bereits 80kg und spricht alle Sprachen der Welt fließend. Außerdem erwürgt er die Hebamme direkt nach der Geburt mit seiner Nabelschnur und tötet anschließend mit bloßen Händen 5.000 Ninjas, die ausgesandt wurden, um ihn zu vernichten ist gesund und munter und ein ganz normales Baby. Er war der erste von drei Söhnen der Churchills und wuchs in gutem Hause auf. Da der Vater regelmäßig versetzt wurde, wuchs Churchill  neben Sri Lanka und England auch in Hong Kong auf, wo er bereits mit 6 Jahren als Gott verehrt wurde. Nachdem er das Elternhaus verließ, marschierte er erfolgreich im Winter in Russland ein wurde er standesgerecht am King Williams College auf der Isle of Man ausgebildet. Wie für viele Jungs seines Alters und Standes folgte danach eine militärische Ausbildung am prestigeträchtigen Sandhurst Royal Military College. Dort zeigte Churchill auch Interesse an altertümlichen Waffen. Vor allem der gefürchtete englische Langbogen hatte es ihm angetan, aber in England, wo die Uhren noch ein wenig anders gehen, stand auch Fechten noch auf dem Lehrplan für junge Kadetten. Hier zeigte sich für Jack vor allem eins: Mit einem schottischen Breitschwert macht Fechten viiiiiiel mehr Spaß.              
Nach seinem Abschluss im Jahr 1926 trat er dem Royal Manchester Regiment als Unteroffizier bei. Hier machte er sich zum ersten Mal einen Namen als exzellenter Dudelsackspieler. Als in Burma die sogenannte „Saya San-Rebellion“ ausbrach – weil die Burmesen dank der Weltwirtschaftskrise ihren Reis nicht mehr verkauft bekamen und von ihren Kolonialherren zum Verhungern gezwungen wurden...aber hey...sind ja nur irgendwelche Kolonien...who gives a fuck- wurde das Manchester Regiment nach Burma verlegt um für Zucht und Ordnung zu sorgen. Für eine Schulung wurde er nach Poona in Indien befohlen. Die anderen Offiziere staunten nicht schlecht, als Mad Jack am Pier mit Gepäck und seinem Motorrad auftauchte. Auf die Frage wozu er das Motorrad denn bräuchte antwortete er wohl nur „um es zu fahren.“ Tatsächlich fuhr er den gesamten Weg auf dem Motorrad zurück (waren ja nur etwa 1500 Meilen). Dabei ließ sich der Junge Offizier natürlich von so trivialen Dingen wie Mangel an tatsächlichen Straßen, Mangel an Sprit oder Gelbfieber nicht aufhalten. Wieso sollte man sich mit so was auch befassen, wenn man ja einfach das Motorrad auf den Bahnschienen fahren kann! Auf dem Rückweg traf er dann jedoch zum ersten Mal auf einen Feind, den er nicht bezwingen konnte...einen ziemlich angepissten Wasserbüffel, welcher durch einen bösen Blick zerstäubt wurde welcher Mad Jacks Motorrad in der Landschaft verteilte und den jungen Offizier übel zurichtete. Vermutlich war das der Moment indem er zum Adrenalin-Fan wurde. Bereits in Burma zeigte sich auch, dass Mad Jack ein fähiger und mutiger Offizier war.  Allerdings war er für seine kommandierenden Offiziere auch eine absolute Geißel. Wenn Mad Jack nicht grade früh um 3 in der Kaserne den Dudelsack übte, war er schon öfters mal unauffindbar auf irgendeiner Expedition. Er hatte auch einen relativ dreisten Sinn für Humor und eine Fähigkeit dafür, Befehle...anders zu interpretieren. Als ihm ein Offizier beispielsweise verbot, sich Flaschen mit heißem Wasser abzufüllen, baute sich Mad Jack eben einfach einen „Wasserbehälter“ aus einem Stück Reifen-Schlauch...vom Reifen des Dienstwagens des besagten Offiziers. Ein anderes Mal meldete er sich zum Appel...mit aufgespanntem Regenschirm, eine absolute Frechheit in so ziemlicher jeder Armee. Als ihn sein Vorgesetzter fragte, warum er einen Schirm dabei hatte antwortete Mad Jack einfach: „Weil es regnet.“   
Nach 10jähriger Dienstzeit verließ Mad Jack die Armee und begann damit, die Weltherrschaft an sich zu reißen die Welt zu bereisen.           
Bereits 1924 erlaubte es ihm sein Talent mit dem Bogen und dem Dudelsack, eine kleine Filmrolle in „The Thief of Bagdad“ zu ergattern. Weil er auch noch verdammt gut aussah, war er in den Jahren vor dem Krieg auch als Model tätig. Gleichzeitig arbeitete er in Nairobi (Kenia) bei einer Zeitung. Im Jahr 1938 ergatterte er wieder mal eine Filmrolle, dieses Mal als Nebendarsteller in „A Yank at Oxford“. Im selben Jahr holte er beim weltberühmten Aldershot Tattoo den zweiten Platz im Dudelsack spielen (dudelsacken?, dudelsackieren?)    
Wenn er nicht grade auf Motorrad-Tour war (auch mal durch ganz Indien, because why not) nahm er im ganzen Commonwealth an Bogenschießen-Wettkämpfen teil. Er erwies sich als so präzise, dass er Großbritannien 1939 sogar bei der Bogenschießen-Weltmeisterschaft in Oslo vertreten durfte. Außerdem war er auch einer der ersten Profi-Surfer seiner Zeit und designte und baute seine Surf-Bretter selbst. 
Das Leben hätte für Jack Churchill also eigentlich so weiter gehen können...doch dann kam alles anders.
Der Zweite Weltkrieg begann.

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Horst

Teil 2

Mad Jack bekommt seinen Spitznamen

Die beste Art an Adrenalin zu kommen, war sich beschießen zu lassen. Das wusste auch Jack Churchill und meldete sich daher pflichtbewusst wieder beim Manchester Regiment (darüber werden sich seine Offiziere sicher gefreut haben) als Hitler in Polen einmarschierte. Das Manchester Regiment gehörte schon bald zu British Expeditionary Force (BEF), welche die spitze Seite des Frankreichfeldzuges abbekommen sollte. Während des „Sitzkrieges“, also der Zeit in der zwar Krieg herrschte aber niemand etwas unternahm wurde Mad Jack fast wahnsinnig. So wahnsinnig sogar, dass er sich freiwillig meldete um an einer Expedition nach Finnland teilzunehmen, das grade mit Russland einen blutigen Krieg im Winter 1939/40 ausfocht.  Als das Expeditionsheer jedoch endlich einsatzbereit war, ergaben sich die Finnen endlich der russischen Übermacht und so landete Mad Jack prompt wieder in seinem Regiment irgendwo an der französisch/belgischen Grenze. Dieses Mal kamen die deutschen allerdings doch und zwar mit solch einem Tempo, dass es den Westalliierten wie ein Albtraum vorkam. Was für die meisten Offiziere ein absoluter Kacka-in-der-Hose-Moment ist, nämlich der Rückzug unter Feindbeschuss, war für Mad Jack ein absoluter fucking Traum. Mehr als einmal widersetzte er (inzwischen stellvertretender Kompaniechef) sich den direkten Befehlen seiner Oberen zum Rückzug. Wo immer es ging, hielten Mad Jacks Männer die Stellung und fügten den vorrückenden Deutschen in Hinterhalten und Fallen schwere Verluste zu. Wenn der Rückzug doch nicht abzuwenden war, nahm sich Mad Jack eine handverlesene Schar seiner Männer und ging auf „Kampf-Patrouille“  was einfach nur ein Euphemismus für „dem Feind auflauern und alle abschlachten“ war. Kampf-Patrouille nannte man es nur, weil das die einzige noch erlaubte Art war, sich dem Feind zu stellen. Dabei gehörte es für Churchill zum guten Ton, den Angriffsbefehl durch wildes schwenken seines Schwertes zu geben und dann mit besagtem Schwert irgendeinem armen deutschen Soldaten so richtig den Tag zu versauen. Als ihn ein General fragte warum er stets mit dem klobigen Schwert in den Kampf zog antwortete Mad Jack nur trocken:

„Meiner Meinung nach ist ein britischer Offizier, der ohne Schwert in den Kampf zieht ist nicht ordentlich angezogen“.

Zu dieser Zeit soll Mad Jack auch offiziell der letzte Mensch gewesen sein, der einen Feind mit Pfeil und Bogen tötete, als er mit einigen Männern einer deutschen Patrouille auflauerte. Dies scheint allerdings nur eine Legende zu sein. Mad Jack braucht keinen Bogen um Deutsche zu töten. Sein Blick vernichtet ALLES. Der Rückzug der BEF durch Belgien und Nordfrankreich wurde schnell zur Katastrophe. Die britischen Truppen wurden eingekesselt und saßen bald in Dunkirk in der Falle. Das ganze juckte Mad Jack natürlich herzlich wenig. Oft sah man ihn auf einem Motorrad, mit der Schirmmütze eines deutschen Offiziers auf der Leuchte und dem Bogen am Rahmen befestigt, wie er von einer Stellung zur nächsten düste, immer in der Hoffnung einen ordentlichen Kampf zu erleben. Dabei büßte er auch ein Ohr ein, als er sich mit einer deutschen MG-Stellung anlegte (und gewann). Schließlich war das Ende aber doch abzusehen. Eingekesselt in Dunkirk warteten tausende britische Soldaten auf die Kriegsgefangenschaft. Mad Jack war in der Zwischenzeit mit einem Fahrrad auch in der Stadt angekommen.

Er führte seine Kompanie zu  den langen Schlangen der am Strand auf die Evakuierung wartenden Soldaten, nachdem der eigentliche Kompaniechef verwundet wurde. Immer wieder sah man  Mad Jack nun mit hoch erhobenen Haupt am Strand auf und ab marschieren und Dudelsack spielen. Selbst wenn die Luftwaffe angriff, ließ er sich nicht beirren und spielte einfach weiter. Seine Ruhe, selbst im Angesicht der sicheren Niederlage, hielt die Moral seiner Kompanie hoch, sodass sie ohne größere Verluste evakuiert werden konnten. Es waren jene Männer, die Churchill den Spitznamen „Mad Jack“ verpassten. Dabei hatte seine Karriere grade erst begonnen.

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Horst

Teil 3

Mad Jack, König der Killer-Commandos (Fuck yeah, wieder eine Alliteration)

Stellt euch vor, ihr seid ein absoluter Adrenalin-Junkie und Fan von Feuergefechten. Dann stellt euch vor, dass ihr es grade erst mit Müh und Not aus einem Kessel geschafft habt und nun in der Heimat Langeweile schiebt. Dann stellt euch vor, dass jemand angeblich eine total geheime Truppe aus supermäßig gestörten Killern zusammenstellt, mit dem expliziten Ziel nach dem Motto „abschlachten und abhauen“ für Terror zu sorgen....klingt geil oder?       
Das dachte sich auch Mad Jack, als er zum ersten Mal von den Commandos hörte. Zu diesem Zeitpunkt, im Sommer 1940, waren die Commandos grade erst auf Befehl von einem anderen Churchill aus dem Boden gestampft worden. Für Mad Jack war es ein absoluter Traum. Natürlich meldete er sich freiwillig. Ein Jahr lang wurden die ersten Commandos in Schottland gedrillt bis die Kotze sauer schmeckte. Zu jener Zeit gab es keine Truppe von Soldaten auf der Welt die ein so rigoroses und brachiales Training absolvieren mussten. Von Gewaltmärschen durch ganz Schottland, über Klettern an Steilklippen (ohne Sicherung), schwimmen in den eiskalten Seen Schottlands (das Loch Ness Monster gab es wirklich aber Mad Jack hat es getötet) bis hin zum Einsatz von allen möglichen Waffen und Sprengstoffen. Alles wurde geübt.        
Für Mad Jack hatte der „Urlaub“ in Schottland noch einen weiteren Vorteil: Hier traf er auch seine Frau Rosamund Denny.                
Natürlich blieb Mad Jack sich selbst treu. So trainierten die Commandos neben allen oben genannten Dingen auch gleich noch den Umgang mit psychologischer Folter, denn Mad Jack war noch immer ein Fan davon, mitten in der Nacht den Dudelsack zu spielen (LAUT). Zu jener Zeit entstand auch das wohl ikonischste Foto des zweiten Weltkrieges JEMALS. Die Commandos übten natürlich auch das Stürmen von Stränden mit Landungsbooten. Mad Jack, inzwischen der Leiter von 2 Commando-Brigaden ließ es sich nicht nehmen, als erster jeden Strand zu stürmen...mit dem Schwert in der Hand. Er würde sich was das anging treu bleiben. Wenn Mad Jack in den Kampf zog, war er der Erste an Land und der Letzte an Bord. Mad Jack geht nicht von Bord, das Land kommt zu ihm.  
Die erste Feuerprobe erlebten die Commandos mit Operation Archery im besetzten Norwegen...

Es ist der 27. Dezember 1941 und die kleine Garnison der norwegischen Insel Vågsøy findet sich plötzlich auf der böseren Seite eines Küstenbombardements wieder. Als das Feuer abebbt und die deutschen Soldaten hastig ihre Stellungen am Hafen der Ortschaft Malooy beziehen ist plötzlich ein seltsames Geräusch zu hören. Es klingt, als würde jemand unaussprechliche Dinge mit einer sehr wütenden Katze tun. Durch den Dunst sind plötzlich ein dutzend Landungsboote zu sehen, die auf den Hafen zuhalten. Am Bug eines der Boote steht ein Mann...mit einem Dudelsack und spielt laut „The march of the Cameron Men“ (das hier: (5) March of the Cameron Men - British March - YouTube). Die deutsche Garnison ahnt in diesem Moment noch nicht, dass ihnen gleich sowas von brachial das Rektum eingedrückt wird.          
Als die Landungsboote die Rampen fallen lassen ist Mad Jack (natürlich) der erste von Bord. Er spielt noch immer den Dudelsack und marschiert in aller Seelenruhe auf die deutschen Barrikaden zu...unter Feindfeuer. Um ihn herum stürmen die Commandos seiner Trupps die deutschen Stellungen. Als Mad Jack nah genug am Feind ist, lässt er den Dudelsack fallen und wirft den fliehenden Deutschen Handgranaten hinterher (500.000 Deutsche sterben...dann explodiert die Granate).
Das kleine Örtchen ist durchaus von strategischer Bedeutung für die Deutschen. Hier gibt es einen sicheren (halbwegs) Eisfreien Hafen und eine Fischöl-Fabrik. Die Briten wollen das alles kaputt machen aber vor allem wollen sie Hitler davon überzeugen, dass Norwegen weitaus mehr Garnisonstruppen benötigt. Nicht alles verläuft jedoch nach Plan an diesem Tag. Neben der Garnison sind auch etwa 40-50 erfahrene Gebirgsjäger auf Fronturlaub im Ort. Diese Veteranen verstehen sich nicht nur auf präzises Schießen, sie wissen auch aus blutiger Erfahrung wie man Hinterhalte legt. Die Commandos müssen sich Haus für Haus vorkämpfen. In den meisten Fällen enden diese Häuserkämpfe mit blutiger Messer-Arbeit (sehr zur Freude von Mad Jack, der endlich mal wieder sein Schwert einsetzen kann). Als sich der Rauch lichtet ist der Ort bis auf die Fundamente niedergebrannt. Die Commandos sind natürlich schon lange weg. Mit ihnen nehmen sie auch hundert Gefangene und etwa so viele Norweger. Als Hitler von der Attacke erfährt befiehlt er 30.000 weitere deutsche Soldaten nach Norwegen. Truppen, die eigentlich an der Ostfront gebraucht werden.

 

 

Für Mad Jack läuft der Angriff fast perfekt. Im letzten Moment wird er jedoch verwundet. Wie das geschehen konnte ist nicht genau überliefert. Es gibt 3 unterschiedliche Berichte:     

1. Mad Jack wurde von einer Handgranate in die Luft gejagt und bekam einige interne Body-Piercings ab.

2. Mad Jack wurde in die Luft gejagt, als einer der Commandos ein Gebäude sprengte an dessen Mauer er grade lehnte und bekam einige interne Body-Piercings ab.

3. Mad Jack wurde in die Luft gejagt, als einer der Commandos ein Gebäude sprengte an dessen Mauer er grade lehnte und eine Flasche gefundenen Wein exte. Die Flasche zerbrach und Mad Jack bekam einige Glassplitter ab.   

Ich überlasse es euch, zu entscheiden, welche der drei Versionen am realistischsten klingt.
Fakt ist, für seine Verwundung erhielt er eine Auszeichnung und schrieb später:

„Ab und zu nahm ich Rosamunds Lippenstift und zog damit die Narbe ein wenig nach, damit sie etwas dramatischer wirkte.“

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Horst

Teil 4    
GenItalien (höhöhö)

Ihr sagt euch jetzt sicher: „OK das war scheinbar wirklich ein verrückter Kerl.“ und damit habt ihr auch absolut recht. Aber es geht noch besser. Dafür springen wir zwei Jahre in die Zukunft in das Jahr 1943.
Nach der Niederlage des deutschen Afrikacorps hatten die Alliierten im Mittelmeer ein neues Ziel: Italien.
Zuerst würde man die Insel Sizilien angreifen und dann direkt auf den europäischen Kontinent hüpfen. Im Idealfall würde der Angriff Italien aus dem Krieg nehmen und eine weitere Front eröffnen, die sich die Deutschen im Moment nicht wirklich leisten konnten. Zu diesem Zeitpunkt ahnte man freilich noch nicht, dass die Kämpfe in Italien zu den blutigsten an der gesamten West-Front werden würden. Mad Jack fand das natürlich NICE.               
Wie zu erwarten, waren die Commando-Brigaden die Speerspitze des Angriffes. Über Wasser und aus der Luft fielen sie über die Deutschen und Italiener her, die sich auf Sizilien eingegraben hatten. Die Verwirrung die sie stiften konnten, trug maßgeblich zum Erfolg der Invasion von Sizilien bei.     
Im September 1943 war es dann endlich soweit. Die Alliierten landeten in der Bucht von Salerno. Drei Mal dürft ihr raten, wer ganz vorne mit dabei war...

Mad Jack’s Commando-Brigade No. 2 war die Speerspitze und die Speerspitze von Commando-Brigade No. 2 war Mad Jack Churchill. Unter schwerem Feindfeuer landeten die Commandos mit ihren amerikanischen Gegenstücken, den Rangers in der Bucht. Das Feindfeuer war brachial. Aus verdeckten Stellungen beharkte deutsche und italienische Artillerie (inklusive Eisenbahngeschützen) den Strand. Das Ziel der Commando-Brigade war nun die Stadt Molina, am Nordende der Bucht. Hier liefen die feindlichen Kommunikationsstränge zusammen, welche die Beobachter an der Front mit der Artillerie im Hinterland verbanden. Die Commandos waren zu diesem Zeitpunkt unter konstantem Feindfeuer. Obwohl es nicht ihrer eigentlichen Aufgabe entsprach, wurden sie als Frontlinien-Fußvolk mehr oder weniger zusammengeschossen. Mad Jack hatte jedoch keine Alternative. Sollten die Commandos fallen oder sich zurückziehen, stände die gesamte Flanke der Landungsoperation für Gegenangriffe offen. In dem Wissen, dass er mit seinen Männern weder vor noch zurück konnte tat Mad Jack genau das, was von ihm erwartet wurde. Er griff an und zwar das vom Feind besetzte Dorf Piegoletti.    
Die Commandos waren ja eigentlich aufs schleichen spezialisiert. Allerdings ließen die engen Straßen und die dichte Vegetation drum herum dies nicht wirklich zu. Mad Jack wusste sich allerdings durchaus zu helfen. Er wartete bis zum Einbruch der Nacht und  formierte die Reste seiner Brigade in 6 parallel marschierende Truppen. Er gab ihnen einen Befehl, der das fundamentale Gegenteil von Anschleichen war. Die 6 Trupps sollten mitten in der Nacht rund um das Dorf Stellung beziehen und dann laut  „COMMANDOOOO“ brüllen und den Ort stürmen. Mad Jack war Natürlich an der Spitze. Die deutschen Verteidiger des Ortes waren noch der Meinung, den Feind am Strand festgenagelt zu haben als das Geschrei begann. Von allen Seiten schienen tausende feindliche Truppen wie von Zauberhand aus der Nacht zu erscheinen. Die Verwirrung war gewaltig und eh sich die Verteidiger Organisieren konnten waren sie auf dem Marktplatz des Örtchens eingekesselt und von allen Seiten unter Beschuss. Was folgte war ein blutiger Nahkampf.       
(Im Nahkampf gegen einen wütenden Commando antreten zu müssen ist in etwa so als würde man einen geistig behinderten Feldhamster gegen Vitalij Klitschko in den Ring schicken.)
So kam es, dass Mad Jack Churchill den Ort einnahm und 130 Gefangene machte. Er war mit weniger als 30 Mann losgezogen. Das war aber noch nicht das Ende vom Lied.

Mad Jack schnappte sich seinen Adjutanten Corporal Ruffel und schlich an den deutschen Stellungen vorbei nach Molina. Dabei trug er genau zwei Waffen mit sich, einen Webley-Revolver an einer, für Offiziere typischen, Schnur und sein Schwert. In der Dunkelheit konnten die beiden erfahrenen Killer die deutschen Stellungen genau aushorchen. Ein einzelnes Glimmen einer Zigarette verriet auch noch die Stellung der Wachtposten. Was nun folgte beschrieb Mad Jack als „ein wenig Errol Flyn-ish“.
Die erste Gruppe an Wachen nahmen sich die beiden Commandos lautlos mit Messern vor. Beim zweiten Trupp bewies Mad Jack mal wieder, warum er seinen Spitznamen trug. Während Ruffel Deckung gab sprang Mad Jack aus den Schatten hervor, Schwert in der Hand und hackte einen der beiden Soldaten einfach um. Bevor der zweite reagieren konnte hatte Mad Jack schon seinen Revolver in dessen Gesicht und machte ihm sehr deutlich klar, dass er sich zu ergeben hatte. (Wie alle Commandos sprach auch Mad Jack fließend Deutsch). Er legte dem deutschen Soldaten die Schnur des Revolvers um den Hals, sodass dieser nicht abhauen konnte und marschierte mit ihm eiskalt durch den ganzen Ort. Corporal Ruffel folgte weiterhin in den Schatten. Die Deutschen hatten nicht den blassesten Schimmer was grade los war, denn Mad Jack unterhielt sich lautstark und akzentfrei mit seinem Gefangenen auf Deutsch. In der Dunkelheit sah es so aus, als würden zwei gute Kameraden dicht nebeneinander durch den Ort spazieren. 
So ging er von Stellung zu Stellung und nutzte jedes Mal die Verwirrung aus. Was soll man als ausgelaugter, müder Soldat auch sagen, wenn plötzlich ein Kerl mit einem fetten Schwert und gezogenem Revolver vor einem steht.       
 Am Ende nahmen Mad Jack und Corporal Ruffel 46 weitere deutsche Soldaten samt Mörsern, Waffen und Munition gefangen. Triumphal führte er seine Beute zurück zu den restlichen Commandos. Dabei hatte Mad Jack für die deutschen Soldaten durchaus Respekt. Über seine Aktion schrieb er später:         

„Ich lasse meine Gefangenen immer ihre eigenen Waffen tragen, so sind sie schwerer beladen. Ich ziehe einfach bei jedem Gewehr den Verschluss raus und packe ihn in einen Sack, den einer der Gefangenen trägt. Sie schleppten auch den Mörser und jede Granate die sie tragen konnten und zogen einen Karren mit fünf verwundeten...Ich bin der Auffassung, dass, wenn man einem Deutschen laut und deutlich sagt was er zu tun hat und er erkennt, dass man im Rang über ihm steht, er ‚Jawohl‘ schreit und enthusiastisch tut was man ihm sagt egal in welcher Situation. Deswegen geben sie solche hervorragenden Soldaten ab.“

Für seine Eskapaden erhielt Mad Jack den „Distinguished Service Order“, nach dem Victoria Cross die zweithöchste Auszeichnung der britischen Armee. Damit war der Krieg aber noch lange nicht vorbei...

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Horst

Teil 5

Partisanen planen Panik

Im Jahr 1944 angekommen, hatte sich das britische Oberkommando ein neues Ziel gesetzt. Man wollte Jugoslawien befreien. Zu diesem Zweck unterstützte man schon seit geraumer Zeit einen gewissen Herrn Tito (ja der spätere Diktator) und seine bunte Bande böswilliger Buschpiraten (Gott ich liebe Alliterationen). Wenn es aber nun darum ging, den Partisanenkampf auf die Spitze zu treiben, so brauchten Titos Kämpfer mehr als nur ein bisschen Munition und ein paar Waffen...sie brauchten die mächtigste Waffe im Arsenal der Alliierten Mad Jack Churchill. Prompt wurde unser illustrer Held also in die Adria entsandt um von der Insel Vis (der einzigen nicht von der Wehrmachten besetzten Insel der Adria) aus für Chaos und Verwirrung zu sorgen. Dabei hatte er nur etwa 100 Commandos unter seinem Kommando. Tito steuerte hingegen fast 2000 Partisanen bei. Die ganze Sache hatte nur einen Haken. Als offizieller Kommandeur der ganzen Aktion durfte Mad Jack eigentlich nicht mehr an den ganzen „spaßigen“ Aktionen teilnehmen. Diese Direktive ignorierte er natürlich geflissentlich.               
Bald schon hatte er auf der Insel Vis eine kleine aber äußerst schlagkräftige Armee aufgebaut und die Partisanen ordentlich gedrillt. Außerdem beschaffte er sich auch einige Schnellboote von der Royal Navy, die eigentlich in der Adria patrouillieren sollten. Mad Jack verpasste jedem Boot einfach ein dutzend Commandos und ließ sie auf die Inseln los. Die Aktionen dieser Trupps reichten von Sabotage bis hin zu Attentaten und nächtlichen Terror-Aktionen gegen deutsche Garnisonen. Als der junge Lieutenant B.J. Barton beispielsweise erfuhr, dass der Garnisonkommandant der Insel Brac gerne mal als Sport, Jagd auf Inselbewohner machte und eine Vorliebe für sehr junge Mädchen hatte, schlich  sich der Lieutenant als Schafhirte verkleidet in die Kommandantur der Insel und mähte den gesamten Stab nieder (Inglorious Bastards-Style mit Dauerfeuer) bevor er ungesehen entkam. Brac wurde schnell ein Hauptziel für Mad Jacks bunte Truppe. Hier hatten die Deutschen einiges an Truppen und schweren Geschützen stationiert. Die schwersten dieser Geschütze waren auf drei Hügelkuppen positioniert und hatten damit eine hervorragende Sicht auf die umliegenden Inseln. Die Stellungen selbst waren gut ausgebaut, deckten sich gegenseitig und bestanden aus Gräben, Stacheldraht und Minenfeldern.  Es ist wohl kaum verwunderlich, dass Mad Jack höchstpersönlich den Angriff leiten würde.           
Damit das ganze erfolgreich sein konnte, mussten alle 3 Stellungen zeitgleich angegriffen werden. Die gewaltigste Stellung war „Punkt 622“ und damit natürlich, das Ziel unseres Helden. Zwei Angriffe der Partisanen schlugen fehl und auch der erste Angriff der Commandos brachte nichts außer Verluste. Churchill war das Warten satt, schnappte sich seinen Dudelsack und eine MP und führte den nächsten Angriff persönlich an. Unter seinem lauten Psychoterror (und naja...40 Commandos die Sperrfeuer mit MPs geben) stürmte Mad Jack die Hügelkuppe. Die Verluste waren gewaltig. Als Churchill zurück sah, bemerkte er, dass außer ihm lediglich 6 Commandos in die Stellung eingedrungen waren. Der Rest lag tot oder verwundet am Hang. Doch damit nicht genug. Außer Churchill hatten alle anderen lediglich ihre Revolver übrig. Derart in Unterzahl hielten die Commandos mehrere Gegenangriffe auf aber die Munition wurde knapp. Nach und nach fielen auch die letzten 6 Männer dem Feindfeuer zum Opfer. Inzwischen feuerten die anderen beiden Stellungen mit Mörsern und Artillerie auf Punkt 622. Als Churchill bewusst wurde, dass es kein Entkommen gab, nahm er seinen Dudelsack und spielte ein letztes mal „Will ye no come back again“. Dann schlug eine Granate ein und alles wurde dunkel...

Horst hat auf diesen Beitrag reagiert.
Horst
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